
Autor: Match Doctors
18. Dezember 2025
Für im Ausland ausgebildete Ärzte, ist das Bestehen der Kenntnisprüfung oft der letzte Schritt vor dem Erhalt der Approbation, wenn sie in Deutschland arbeiten möchten. Während die Fachsprachprüfung die medizinischen Sprachkenntnisse überprüft, testet die Kenntnisprüfung das medizinische Wissen und die praktischen klinischen Fähigkeiten, um sicherzustellen, dass die Kenntnisse der Ärzte den deutschen Standards entsprechen.
Dieser Artikel erläutert, was die Kenntnisprüfung ist, welche Themen dabei relevant sind, wie die Prüfung aufgebaut ist und wie Vorbereitungskurse Ihnen beim Bestehen helfen können.
Die Kenntnisprüfung ist eine staatlich anerkannte medizinische Zulassungsprüfung für Ärzte, die ihren medizinischen Abschluss außerhalb Deutschlands erworben haben. Ihr Zweck ist es, zu überprüfen, ob im Ausland ausgebildete Ärzte über das gleiche Niveau an medizinischem Wissen und klinischer Kompetenz verfügen wie Ärzte, die ihren Abschluss in Deutschland erhalten haben.
Das Bestehen der Prüfung ist Voraussetzung für den Erhalt:
Approbation (vollständige ärztliche Zulassung)
bestimmter Berufserlaubnisse (befristete Arbeitsgenehmigungen) in einigen Bundesländern.
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle ausländischen medizinischen Abschlüsse automatisch eine direkte Zulassung in Deutschland ermöglichen. Die Kenntnisprüfung kann erforderlich sein, wenn die Behörden wesentliche Unterschiede in den Anforderungen des Studiums zwischen den verschiedenen Ländern feststellen.
Die Kenntnisprüfung ist in der Regel erforderlich für:
Ärzten aus Nicht-EU-Ländern, deren medizinische Ausbildung sich erheblich von der deutschen medizinischen Ausbildung unterscheidet.
Ärzten, die eine vollständige Anerkennung und Approbation anstreben.
Im Ausland ausgebildeten Ärzten, die eine selbstständige Tätigkeit in Krankenhäusern oder Privatpraxen anstreben.
Die Entscheidung darüber, ob Sie die Prüfung ablegen müssen, trifft das zuständige Landesprüfungsamt nach Überprüfung Ihrer Qualifikationen.
Die Prüfung umfasst medizinisches Grundwissen und praktische klinische Fähigkeiten. Sie ist in der Regel unterteilt in:
Diagnose und Behandlung häufiger Erkrankungen
Interpretation von Laborergebnissen
Fallbasierte Problemlösung
Beurteilung und Behandlung von Patienten
Präoperative und postoperative Versorgung
Praktischer Umgang mit häufigen chirurgischen Szenarien
Schwangerschaftsvorsorge und Entbindung
Pädiatrische Untersuchungen und Behandlungen
Akutmedizinische Patientenversorgung
Reanimationsprotokolle
Notfallmaßnahmen
Patientenuntersuchung und Anamneseerhebung
Klinische Entscheidungsfindung
Verfassen von medizinischen Berichten und Dokumentationen
Die Prüfung besteht in der Regel aus:
Mündliche Fallbesprechungen mit Prüfern
Praktischen Patientenuntersuchungen oder Simulationen
Schriftlichen Fragen (in einigen Bundesstaaten)
Die gesamte Prüfung kann je nach Bundesstaat mehrere Stunden dauern.

Erkundigen Sie sich bei Ihrer örtlichen medizinischen Behörde (Landesprüfungsamt).
Dort erfahren Sie, ob die Kenntnisprüfung erforderlich ist.
Reichen Sie Ihren Antrag ein.
Enthalten sein sollten:
Medizinstudium und Zeugnisse
Nachweis allgemeiner Deutschkenntnisse (in der Regel B2/C1)
Lebenslauf und Ausweis
Bezahlen Sie die Prüfungsgebühr.
Die Gebühren variieren je nach Bundesland, liegen aber in der Regel zwischen 300 und 500 Euro.
Vereinbaren Sie einen Prüfungstermin.
Die Prüfungstermine sind möglicherweise begrenzt, daher wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen.
Aufgrund des umfassenden Umfangs der Prüfung ist eine effektive Vorbereitung unerlässlich. Zu den wichtigsten Strategien gehören:
Lesen deutscher medizinischer Lehrbücher und das Lernen von Richtlinien
Üben von Fallbeispielen, die denen in deutschen Krankenhäusern ähneln
Training in Anamnese, klinischer Untersuchung und Dokumentation
Absolvieren von Probeklausuren, um die reale Prüfungsumgebung zu simulieren
Unser Vorbereitungskurs auf die Kenntnisprüfung deckt all diese Themen ab und ist genau auf die in der Prüfung abgefragten Fähigkeiten zugeschnitten. Viele Ärzte finden es hilfreich, praktisches Training mit gezielter Wissenswiederholung zu kombinieren.
Die Kenntnisprüfung ist ein anspruchsvoller, aber durchaus zu bewältigender Schritt auf dem Weg zur Ausübung des Arztberufs in Deutschland. Mit einer strukturierten Vorbereitung und einem soliden Verständnis der deutschen medizinischen Standards können im Ausland ausgebildete Ärzte die Prüfung souverän bestehen und kommen so der Approbation einen Schritt näher.
Ganz gleich, ob Sie sich auf praktische Fallprüfungen, mündliche Diskussionen oder schriftliche Fragen vorbereiten – ein Vorbereitungskurs kann den Unterschied zwischen Unsicherheit und Erfolg ausmachen.